…ein Beitrag von Karl Widerquist in The Guardian.
Autor: Sascha Liebermann
„PEN fordert bedingungsloses Grundeinkommen“ – ja, aber nur für Solo-Selbständige…
…darüber berichtete der Tagesspiegel. So sehr es zu begrüßen und auch nachzuvollziehen ist, dass über Einkommenssicherungsformen nachgedacht wird, die denen helfen, die am stärksten davon betroffen sind, so sollte doch nicht aus den Augen verloren werden, wie sehr die gegenwärtige Misere daran hängt, wie wir bislang Einkommenssicherheit organisiert haben. Nicht nur würde ein Bedingungsloses Grundeinkommen breiter wirken, als die jetzt vorgesehenen Hilfen, es wäre eben weder vorübergehend noch auf den Erwerbseinkommensausfall gerichtet. Es käme auch ohne jeden Abgleich mit etwaiger Steuerschuld und der Feststellung von Bedürftigkeit aus, weil es keine Notfallleistung wäre. Dazu müsste lediglich ernst genommen werden, woran heute allenthalben appelliert wird: Vernunft und Verantwortung der Bürger.
Sascha Liebermann
„In normal times, universal basic income is a bad idea. But it’s the wisest solution for COVID-19 economic strain“…
…schreibt Ken Boessenkool auf The Globe and Mail.
SWR Aktuell Radio – Interview mit Sascha Liebermann…
…zur Corona-Krise und einem Bedingungslosen Grundeinkommen, hier geht es zum Podcast.
In der Tat…
Die Corona Pandemie zeigt auch, dass unser kompliziertes Transfergeldsystem mit Zuständigkeits- und Antragswirrwarr, nicht zur Lebensrealität passt:
Zeitgemäß, sinnvoll und wohltuend ist eine Grundabsicherung für alle:
Das bedingungslose #Grundeinkommen.https://t.co/2Zive7jVvI— Susanne Wiest (@susannewiest) March 13, 2020
„…eine Art befristetes Grundeinkommen“ schlägt Wolfgang Strengmann-Kuhn vor
„Der Offenbacher Bundestagsabgeordnete Wolfgang Strengmann-Kuhn (Grüne) schlägt eine Art befristetes Grundeinkommen vor, ein #Coronageld von 500 bis 800 Euro.“
Davon würden vor allem Selbständige profitieren, die sofort und unbürokratisch Hilfe brauchen. https://t.co/ehEFfdLmkS— Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (@W_SK) March 19, 2020
„Understanding Claims About Basic Income and Inflation“…
…ein Beitrag von Matt Bruenig auf der Website des People’s Policy Project zu einer häufig vorgebrachten Frage zum Bedingungslosen Grundeinkommen.
„Political Activism and Basic Income Guarantee“…
…ein weiteres Buch zur Diskussion um Grundeinkommen, herausgegeben von Richard K. Caputo and Larry Liu, das bei Palgrave Macmillan erscheinen wird. Es bietet Beiträge zur Diskussion in verschiedenen Ländern, Sascha Liebermann berichtet z. B. über die Debatte in Deutschland. Dabei handelt es sich um eine aktualisierte Fassung eines früheren Beitrags, der die Diskussion bis zum Jahr 2010 darstellt. Der aktuelle Beitrag reicht bis ins Jahr 2020.
Weitere Informationen finden Sie hier.
„Corona-Wirtschaftskrise: Hilfe jetzt – und in bar“…
…manche Länder erwägen nun etwas vergleichbar einem temporären Grundeinkommen, darüber berichtet INFOsperber.
„Hilfen für die Kleinsten“…
…darüber schreibt Florian Diekmann im Spiegel. Eine Bemerkung des Wirtschaftswissenschaftlers Jens Südekum ist interessant, der wie folgt zitiert wird:
„Viele Befürworter eines Bedingungslosen Grundeinkommens sehen in der Notlage vieler Kleinstunternehmer ein Argument, zumindest für einen gewissen Zeitraum Geld an alle Bundesbürger zu zahlen – ähnlich wie es die US-Regierung plant. Südekum hält das allerdigs für keine gute Idee: „Ich selbst bin Beamter – ich brauche jetzt kein Corona-Geld für alle, ebenso wenig wie Rentner.“ Jetzt sollten auch nur die dringend Geld bekommen, „denen das Wasser bis zum Hals steht“, argumentiert Südekum.“
Ja, als Beamter ist man in einer privilegierten Lage, ganz besonders jetzt, da hat er recht. Langfristig gedacht aber greift der Einwand nicht, denn mit der Einführung eines BGEs würde der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer kassiert, den brauchen – je nach Einkommen – einige auch nicht. Und Rentner? Da müsste auf die Rentenzahlbeträge geschaut werden und all diejenigen berücksichtigt werden, die zu wenig Beiträge einzahlen konnten bzw. deren Leistungen, weil nicht-erwerbsförmig kaum berücksichtigt werden.
Frühere Beiträge zu Ausführungen von Jens Südekum finden Sie hier.
Sascha Liebermann
