Vor bald zwei Jahren haben wir auf die Rede “You’ve got to find what you love” von Steve Jobs (Video, Druckfassung), einem der Gründer von Apple Computer, hingewiesen. Er hielt sie im Rahmen der akademischen Abschlussfeier an der Stanford Universität am 12. Juni 2005. In ihr geht es im Wesentlichen um das Verhältnis von Neigung und Beruf sowie die Schwierigkeit, das jeweils für sich Richtige zu finden. Damit trifft die Rede auch Fragen des bedingungslosen Grundeinkommens, weshalb wir hier nochmals auf sie hinweisen möchten. Die Financial Times Deutschland hat nun eine Übersetzung veröffentlicht.
Archiv für Aug, 2011
“Bleibt hungrig, bleibt tollkühn” – eine Rede von Steve Jobs, die zum Grundeinkommen passt
26. August 2011“Kritik an der Zinskritik” – ein Beitrag auf den Nachdenkseiten
23. August 2011Die Nachdenkseiten haben einen Beitrag veröffentlicht, der “Kritik an der Zinskritik” übt. Lesenswert ist er, weil er Thesen aufgreift und diskutiert, die auch in der Grundeinkommensdiskussion regelmäßig vorgebracht werden.
Ausführungen der Nachdenkseiten zum bedingungslosen Grundeinkommen haben wir mehrfach kommentiert, siehe z.B. “Nachdenkseiten. – Werthaltung die zweite”.
“Treffen der süddeutschen Grundeinkommensinitiativen” und Aktionstreffen BIEN-Kongress
18. August 2011Auf zwei Termine möchten wir hinweisen:
1)
Das Netzwerk Grundeinkommen gemeinsam mit der Initiative Grundeinkommen Ulm lädt zu folgendem Treffen ein:
“Liebe Mitglieder des Netzwerks Grundeinkommen und der Grundeinkommens-Initiativen in Baden-Württemberg und Bayern,
wir laden Sie herzlich ein zum ersten Regionaltreffen Süd des Netzwerks Grundeinkommen!
Zeit: Samstag 17. September von 10 bis 17 Uhr
Ort: Café im Kornhauskeller, Nebenzimmer, Hafengasse 19, 89073 Ulm…”
2)
Subject: [Grundeinkommen] Einladung zum Aktionstreffen für Aktionstage anlässlich BIEN-Kongress 2012
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter in den Grundeinkommens-Initiativen,
der Weltkongress des Basic Income Earth Network (BIEN) im Herbst nächsten Jahres in München (s. Artikel) ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zum Grundeinkommen. Die Anwesenheit von 500 TeilnehmerInnen aus aller Welt, darunter renommierte Wissenschaftler, Politiker und Aktivisten, wird die mediale Aufmerksamkeit nicht nur in Deutschland auf das Thema Grundeinkommen ziehen.
Genutzt und verstärkt wird die öffentliche Wirkung durch die vor und während des Kongresses im Raum München stattfindenden Aktionstage.
Wir laden interessierte Initiativen und Organisationen, die für das Grundeinkommen streiten, herzlich zu einem Aktionstreffen im Herbst 2011 zur Vorbereitung dieser Aktionstage im Herbst 2012 ein:
Zeit: Samstag 22. Oktober 2011, 11:00 bis ca. 18:00 Uhr
Ort: Neuperlacher Sportwirt, Bert-Brecht-Allee 17, München-Neuperlach
Wir bitten Sie sehr herzlich, diese Einladung so breit wie möglich, in Ihrer Organisation und anderswo, zu streuen. Uns ist sehr an der Teilnahme möglichst vieler aktionsbereiter Menschen gelegen.
Es wäre sehr schön, wenn Sie bis zu dem Aktionstreffen ihre Aktionsideen ausarbeiten und als Projektentwürfe aufschreiben könnten. Nähere Informationen dazu und zum geplanten Ablauf des Treffens finden Sie in dieser PDF-Datei.
Zu den Aktionstagen selbst finden Sie Eckpunkte, erste Ideen und Planungsablauf in einer weiteren PDF-Datei.
Bitte benachrichtigen Sie uns unter aktionstage@grundeinkommen.de möglichst bald darüber, mit wie vielen Personen Sie an dem Aktionstreffen teilnehmen werden.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich entschließen könnten, bei dem Aktionstreffen mitzuwirken und an den Aktionstagen im Herbst nächsten Jahres gemeinsam mit allen Beteiligten ein deutliches Zeichen für das Grundeinkommen zu setzen.
Mit herzlichen Grüßen
Das Organisationsteam
i. A. Reimund Acker”
“Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle” – bei ZEIT online
16. August 2011Unter diesem Titel hat Dieter Wermuth einen Beitrag zum Grundeinkommen im ZEIT-Blog “Herdentrieb” publiziert. Kommentare gibt es auch schon.
“Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten” sagt der Bundesgerichtshof
4. August 2011Das Urteil des Bundesgerichtshof aus dem vergangenen Juli lässt tief blicken (Siehe Bundesgerichtshof). Die Frankfurter Rundschau zitiert folgendermaßen:
“Der betreuende Elternteil müsse die Gründe für eine Verlängerung des Betreuungsunterhalts über das dritte Lebensjahr hinaus darlegen und beweisen. Das Kind könne in einer offenen Ganztagsschule betreut werden. Es sei „nicht ersichtlich, ob es daneben einer persönlichen Betreuung durch die Beklagte (Mutter) bedarf, die einer Vollzeiterwerbstätigkeit entgegenstehen könnte“, so der BGH. Demnach müsste die Mutter genauso viel arbeiten wie ihr Ex-Mann, der das Kind nicht betreut. (dpa)”
Wie viel den Bedürfnissen von Kindern angemessener stellt sich ein bGE dar, dass zum einen die Unterhaltsfrage klärt und den Unterhalt sichert, zum anderen dem alleinerziehenden Elternteil überlässt, ob er nun für das Kind zuhause bleiben oder erwerbstätig sein möchte.
Siehe auch unseren früheren Beitrag “‘Förderung des Kindeswohls’ ohne Eltern“. Siehe auch “‘Vereinbarkeit’ von Familie und Beruf oder doppelter Verzicht?”
“Was passiert mit der Petition 1422 zum bGE”?
2. August 2011Diese Frage stellt Sandra Stoffers in ihrem Blog. Wir hatten im Juli darüber berichtet, nachdem Frau Wiest Post aus dem Bundestag erhalten hatte, dass nach der Anhörung der Petition im November 2011 nun alle Fraktionen dazu Bericht erstatten wollen. Die Petition ist also im Umlauf. Es sei an der Zeit, schreibt Frau Stoffers, dem Umlauf ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Dazu hat sie ein Schreiben entworfen, das genutzt werden kann, um bei den Fraktionen des Deutschen Bundestages nachzufragen. Auch die Internetadressen hat sie gesammelt. Wir halten das für eine sehr gute Idee und werden entsprechende Anfragen an die Fraktionen schicken.
Folgendes Schreiben hat Frau Stoffers entworfen:
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Petition 1422 befasst sich mit der Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens. Informiert man sich über die Petitionsdatenbank auf der Internetseite des Bundestages, wird man darüber in Kenntnis gesetzt, dass diese Petition seit dem 18.2.2009 in Prüfung ist.
Nachdem zweieinhalb Jahre vergangen sind, möchte ich als Befürworter des Bedingungslosen Grundeinkommens in Erfahrung bringen, wann wir über eine entsprechende Entscheidung informiert werden und welche Prozesse innerhalb des Zeitraumes bereits stattgefunden haben.
Hat Ihre Fraktion bereits eine Stellungnahme zu dieser Petition abgegeben?
Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Adressen:
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag (hat bereits geantwortet)
Platz der Republik 1
11011 Berlin
SPD-Bundestagsfraktion
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Platz der Republik 1
11011 Berlin
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
FDP-Bundestagsfraktion
Platz der Republik 1
11011 Berlin
“Niemand sagt, Direktdemokratie sei das Allheilmittel”
1. August 2011Der Tagesanzeiger (Schweiz) hat ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Manfred G. Schmidt veröffentlicht, indem es auch um direkte Demokratie geht. Gerade seine Einschätzung der deutschen Lage in dieser Frage ist interessant:
“Wäre denn mehr direkte Demokratie in Deutschland überhaupt möglich?
Das Problem ist, dass die Verfassungsarchitekten gezielt auf die Repräsentativverfassung gesetzt haben. Dazu kommt, dass das Bundesverfassungsgericht in Deutschland extrem stark ist und das letzte Wort hat – nicht das Volk, wie in der Schweiz. Damit haben wir eine Struktur, die sich dagegen sperrt, dass man direktdemokratische Arrangements in grossem Umfang importieren könnte. Das würde wie ein Sprengsatz wirken und das Volk gegen die Verfassung und das Bundesverfassungsgericht aufwiegeln.
Mit anderen Worten: Mehr direkte Demokratie geht in Deutschland einfach nicht.
Ein bisschen mehr geht schon, aber Direktdemokratie nach Schweizer Muster geht nicht, solange die Verfassung gilt, die wir haben.”
Siehe auch “Dem Volk ein bißchen mehr zutrauen”