„Elternschule“ – irreführender Titel, eindrückliche Einsichten, wichtige Fragen

Hier geht es zur Dokumentation, die nur bis zum 10.7. in der Mediathek der ARD verfügbar ist. Sie gibt Einblick in die Herausforderungen und Überforderungen von Elternschaft, die nicht so gerne thematisiert werden, weil sie immer auch die Frage beinhaltet, was Eltern anders machen können, welche „Macken“ sie selbst mitbringen. Das hört man nicht gerne, es hilft aber nichts, sie zu leugnen. Die polarisierende Diskussion zur Dokumentation im letzten Jahr zeigt, dass es sich um ein „heißes Eisen“ handelt. Siehe auch die Besprechung von Michael Hanfeld in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Auch hier stellt sich wieder die Frage, ob nicht ein Bedingungsloses Grundeinkommen die Situation von Eltern, auch derer in der Doku, entspannen könnte, so dass sie sich diesen Herausforderungen auf einfachere Weise zu stellen in der Lage wären.

Sascha Liebermann

„Arsch hoch, Deutschland“…

…eine Dokumentation von Anne Thiele. Aus der Beschreibung:

„Die „Rabiat“-Reportage „Arsch hoch, Deutschland!“ zeigt ein Sittengemälde der Abgehängten und Unzufriedenen in Zeiten der Vollbeschäftigung. Egal, ob in Ost oder West, sieht das Bild ähnlich aus: Die Armut nimmt zu, trotz sinkender Arbeitslosigkeit. Wer arm ist, ergibt sich, in manchen Familien über Generationen hinweg. Warum eigentlich, fragt „Rabiat“-Autorin Anne Thiele sich, die Protagonisten und die Zuschauer.“

Prechts Widersprüchlichkeiten

Hier das ganze Gespräch in der ARD.

Richard David Precht hat die Kritik an seinem Vorschlag, das BGE erst ab dem 18. bzw. 21. Lebensjahr zu gewähren, die in einem Gespräch mit Christoph Butterwegge geäußert wurde (siehe hier), offenbar nicht aufgegriffen. Wenn er hier an einer Stelle sagt, dass Eltern mit einem BGE mehr Zeit hätten, sich um Familie zu kümmern, vergißt er Alleinerziehende. Denn sie stünden – je mehr Kinder vom BGE der Eltern zu leben hätten, desto schlechter da – und müssten erwerbstätig sein, weil Precht das Kindergeld abschaffen will. Wie das Schaubild unten zeigt, gilt die Schlechterstellung zwar nicht für Alleinerziehende mit einem Kind, aber schon ab dem zweiten Kind würde die finanzielle Lage schlechter sein als heute.

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