Einsparungen nicht in relevantem Umfang, erhoffte Wirkungen illusionär. Die „neue Grundsicherung“ führt alte Probleme fort und weist keinen Ausweg. https://t.co/q5LSvnn5sg
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) December 19, 2025
Kategorie: Grundsicherung
„Voller Illusionen“ – Referentenentwurf zur „neuen Grundsicherung“
Voller Illusionen, was das nun wird bewirken können – das ganze hieß „früher“ Hartz IV. Vorurteile sind beharrlich, Studienergebnissen gegenüber resistent.
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) November 13, 2025
Sprachkosmetische Rückkehr zu Hartz IV als Fortschritt
Wichtiger Satz? Ein Nebenschauplatz angesichts der geringen Zahl, über die es Daten gibt. Aber man kann sich einreden, für die Gerechtigkeit einzutreten. Die sprachkosmetische Rückkehr zu Hartz IV wird als Fortschritt verkauft. https://t.co/qMjOsGKwGi
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) October 9, 2025
Von Hartz IV zum Bürgergeld und zurück
Nachdem die SPD damals in großen Tönen angekündigt hatte, „Hartz IV“ abzuschaffen bzw. hinter sich lassen zu wollen und ein „Bürgergeld“ einzuführen, das in der Ampel-Regierung als Gesetz verabschiedet wurde, folgt dieser sprachkosmetischen Verschleierung nun die amtierende Bundesregierung und macht es der Ampel nach, indem sie mit demselbem Pomp vermeintlich alles umkrempeln will: aus dem „Bürgergeld, Grundsicherung für Arbeitsuchende“ wird nun die vollkommen neue und grundlegend andere „Grundsicherung für Arbeitsuchende“. Der damaligen „Abschaffung“ von Hartz IV, die lediglich eine milde Lockerung der Sanktionen beinhaltete, folgt nun die Rückkehr zu Hartz IV mit großen Ankündigungen. Wieder ist die SPD an den hochfliegenden Zielen beteiligt und hat nichts daraus gelernt, die Bürger für dumm zu verkaufen.
Große Worte, heiße Luft
Große Worte, heiße Luft, einfach Rückkehr zu Hartz IV https://t.co/mB2N7Mz2dA
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) October 9, 2025
Unverhältnismäßig
Und dieser „kleinen Gruppe“ wegen werden solche Maßnahmen aufgefahren? Es handelt sich um eine sehr kleine Zahl im Verhältnis zu den Beziehern und was erreicht man denn damit (https://t.co/ikJORagXBA)? https://t.co/HmT9CcTxPP
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) October 9, 2025
„Systemwechsel“ von der Grundsicherung in die Grundsicherung?
…All das hier stellt keinen Systemwechsel dar, sondern eine Durchsetzung des geltenden Sozialgesetzbuches. Ein wirklicher Wechsel wäre es, wenn eine Mindestsicherung eingeführt würde, wie sie nur ein BGE bietet.
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) August 26, 2025
„Grundsicherung, aber wie?“ – In jedem Fall ohne Grundeinkommen,…
…da ist sich Andreas Peichl, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni München und Mitarbeiter des ifo-Instituts, in seinem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sicher.
Peichl befasst sich in seinem Beitrag mit dem Vorhaben einer „Neuen Grundsicherung“, das die Gelegenheit biete, Verbesserungen im bestehenden bedarfsorientierten System der sozialen Sicherung zu erreichen. In diesem Zusammenhang äußert er sich zum konkurrierenden Vorschlag eines Bedingungslosen Grundeinkommens, das durch die Präsentation der Ergebnisse des Pilotprojekts von Mein Grundeinkommen kürzlich wieder medial größere Aufmerksamkeit erhalten hat (siehe z. B. hier und hier). Er weist – wie manche schon – auf die Grenzen der Studie von Mein Grundeinkommen und deren positiver Ergebnisse hin, was deswegen interessant ist, weil er sie mit den „negativen Ergebnissen“ einer anderen Studie aus den USA vergleicht, ohne deren Begrenzung allerdings zu benennen. Das ist schon ein interessantes Framing für einen solchen Beitrag, weil damit behauptet wird, die Ergebnisse der anderen Studie seien belastbarer. Dabei haben Guy Standing und Scott Santens auf ebendiese Grenzen der US-amerikanische Studie schon lange hingewiesen.
Warum schließt Peichl das BGE als mögliche Alternative aus? Ganz überraschend kommt diese Stellungnahme nicht, denn schon in der Vergangenheit hatte er sich wiederholt dagegen ausgesprochen (siehe z. B. hier und hier). Um die Folgen eines BGE auszumalen greift er auf die Ergebnisse einer Studie zurück, an der er selbst mitwirkte:
„Für eine vierköpfige Familie ergäbe sich ein Betrag von 3784 Euro pro Monat, was zu einem jährlichen Finanzierungsbedarf von rund 1100 Milliarden Euro führen würde. Dem stünden mögliche Einsparungen bei den bestehenden Sozialausgaben von nur rund 230 Milliarden Euro gegenüber, sodass eine Finanzierungslücke von rund 870 Milliarden Euro pro Jahr verbliebe. Um diese Lücke zu schließen, müsste die Steuerquote massiv erhöht werden. Das würde sich zwangsläufig negativ auf Arbeitsanreize, Investitionen und Standortattraktivität auswirken [Hervorhebung SL].“
„Grundsicherung, aber wie?“ – In jedem Fall ohne Grundeinkommen,… weiterlesen
Treffend, aber alles nicht neu
Treffend, aber: alles nicht neu, ewig dieselben Vorurteile gegen Leistungsbezieher. https://t.co/KtRlXfc7an
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 28, 2025
Sehr innovativ: aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende wird die Grundsicherung für Arbeitsuchende
Sehr innovativ im Vergleich zum bestehenden Recht: https://t.co/Iy0nmzx3rg https://t.co/Qd1tYPInzy
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 8, 2025
