…und weshalb es ebenso besonderer Antworten bedarf, um dieser Eigenheit gerecht zu werden. Familie als Solidarverband lässt sich nicht erfahren, wenn man keine ungeplante Zeit füreinander hat oder das Zusammenleben in die Randzeiten des Erwerbsarbeitstages verbannt. Lösungen dafür zu finden, die nicht dazu führen, dem Einzelnen zu sagen, was er zu tun hat bzw. ein bestimmtes Handeln als erwünscht zu bewerten (Norm) kann es nur geben, wenn der Vorrang von Erwerbstätigkeit aufgegeben wird. Ohne Bedinungsloses Grundeinkommen geht das nicht.
Autor: Sascha Liebermann
„Tut Euren Müttern einen Gefallen“ – allen anderen auch
Tut Euren Müttern einen Gefallen: Unterschreibt die EBI Bedingungslose Grundeinkommen in der EU! Blumen dürft Ihr trotzdem schenken. https://t.co/WMyVv6tr7A pic.twitter.com/xn2VN48xjf
— NW Grundeinkommen (@NetzwerkBGE) May 9, 2021
Karl Reitter über Niedriglöhne und Bedingungsloses Grundeinkommen
Karl Reitter in seiner „Kritik der linken Kritik am Grundeinkommen“:
„Unsere KritikerInnen lassen sich auch nicht durch die Tatsache irritieren, dass auch jetzt ganz ohne #Grundeinkommen Niedriglöhne weltweit der Standard sind.“#BGE
— BGE Eisenach (@bge_esa) May 9, 2021
Karl Reitter über Primär- und Sekundärverteilung
Karl Reitter in seiner „Kritik der linken Kritik am #Grundeinkommen„:
„Warum es…weniger illusionär sein soll, auf der Ebene der Primärverteilung (Löhne) denn auf der Ebene der Sekundärverteilung (#BGE) zu punkten, das…ist nicht nachvollziehbar.“
— BGE Eisenach (@bge_esa) May 9, 2021
Siehe auch den Kapitelauszug hier.
„Utopie oder realistischer Sozialumbau – Das bedingungslose Grundeinkommen“
Bedingungsloses #Grundeinkommen – Utopie oder realistischer Sozialumbau? Ein Feature von Tanja Filipp-Mura am Sonntag, 9. Mai, 12.30 Uhr, in „Land und Leute“ auf #SR 3 Saarlandwelle. https://t.co/wIoASEK96g
— Saarländischer Rundfunk (@SRKommunikation) May 8, 2021
„…sie dazu bringen, ihr Potential auch leben zu können…“ statt sie mit einem Taschengeld abzuspeisen…
…das ist der weitere Zusammenhang des Zitats aus Gabor Steingarts Morning Briefing mit dem Titel „Wege zur Selbstermächtigung“ aus dem Jahr 2019. Im Gespräch mit Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des Philosophie Magazins, ging es um Gerechtigkeit, hieraus stammt die zuletzt von mir unter Vorbehalt kommentierte Äußerung, ein BGE infantilisiere die Menschen. Sie hat es tatsächlich so gesagt und noch mehr (etwa ab Minute 10).
Gleich zu Beginn der entsprechenden Passage spricht sich Flaßpöhler gegen „Alimentierung“, „Infantilisierung“ und „Pampern“ aus, als werde der Einzelne durch staatliche Unterstützung davon abgehalten, sich zu fragen, wohin er mit seinem Leben wolle. Zu diesem Schluss kann man nur gelangen, wenn man der Auffassung ist, Einkommenssicherheit – darauf bezieht sich Alimentierung – behindere Leistung. Wie kommt sie darauf? Von einem „Pampern“ zu sprechen reiht sich in eine Tradition der Kritik am „Nanny State“ ein, in der der Staat dafür verantwortlich gemacht wird, dass die Bürger nicht mehr Eigeninitiative an den Tag legen. Die ehemals sozialistischen Staaten bieten genügend Anschauungsunterricht, weshalb sich Eigeninitiative dort nur ungenügend entfalten konnte, es lag nicht an der mangelnden „Befähigung“ und auch nicht an der Alimentierung.
„Erwerbslosigkeit ist ein großes soziales Problem, weil wir kein BGE haben“
@SamiraMarti & @JoelLiamBuehler:
„Daneben hätte ein #BGE auch weitere negative Konsequenzen. Erwerbslosigkeit ist eines der grössten sozialen Probleme.“–> Erwerbslosigkeit ist ein großes soziales Problem, weil wir KEIN BGE haben.
Die Erwerbsnorm macht sie erst zum Problem! https://t.co/j66ap6nUDv
— BGE Eisenach (@bge_esa) May 6, 2021
Unsere Beiträge zu Stigmatisierung und Erwerbsnorm.
Ein BGE infantilisiere Menschen…
Nee, sie hat Unrecht.
Die Pflicht zur Lohnarbeit macht nicht erwachsener als die Freiheit zur Lohnarbeit.#BGE #Grundeinkommen https://t.co/Em0Da9vDDm
— BGE Eisenach (@bge_esa) May 4, 2021
…soll Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des Philosophie Magazins, behauptet haben. Es fehlt bislang eine Quellenangabe dazu, so dass ich mich hier nur unter Vorbehalt äußern kann. Auch wäre der weitere Zusammenhang der Äußerung wichtig, um einschätzen zu können, worum es ging. Weil all dies nicht bekannt ist, betrachte ich die Äußerung einfach für sich. Was ist daran interessant? Es ist der Zusammenhang, der hergestellt wird, denn zum einen steht er in der Tradition libertären Denkens, das im Kollektiv, das dem Einzelnen bestimmend gegenüber treten könnte, die größte Gefahr sieht, eine Art Freiheitsberaubungstheorie wohnt dem inne; zum anderen reiht sie sich ein in die Haltung der Stilllegungsbefürchtungen. Immerhin geht die Äußerung davon aus, dass Bürger sich ihre Selbstbestimmung dadurch nehmen lassen oder sie aufzugeben bereit sind alleine deswegen, weil sie eine Mindesteinkommensgarantie erhalten. Ein BGE spricht dem Einzelnen aber weder seine Selbstbestimmung ab, noch dient es als Erziehungsinstrument. Wie kann es dann zur Infantilisierung führen? Daraus wird nur ein Schuh, wenn jemand der Auffassung ist, staatliche Alimentierungsleistungen bergen per se schon die Gefahr der Entmündigung oder zumindest des Entmündigungsbestrebens. Damit wären grundsätzlich gemeinschaftliche Leistungen in einem politischen Verband, hier unserer Demokratie, in Frage gestellt. Autonomie gäbe es also immer nur bei vollständiger oder weitgehender Unabhängigkeit von anderen – aber das ist illusionär, in keinem Gemeinwesen ist das möglich (siehe hier).
Sascha Liebermann
„Von der Spargelspinne bis zum selektiven Vollernter“…
…es ist immer wieder faszinierend zu sehen, was denn schon möglich ist, gerade angesichts der wiederkehrenden Diskussion über saisonale Erntehelfer.
In der Tat „basisdemokratisch“ auf der einen, gegen Volksentscheide auf der anderen Seite
Die #Grünen nennen sich „basisdemokratisch“, sind aber gegen #Volksentscheide #Referenden Erstaunlich und absurd https://t.co/RmwuNes4KM Zum Glück erinnern sich die Jüngeren, dass die Angst vor den Leuten die Leute zum hörigen, gar völkischen Volk macht. https://t.co/XTks7S1MmN pic.twitter.com/NE6h9JzGJM
— Michael Opielka (@MichaelOpielka) April 23, 2021
