Emanzipation? Alle Jahre wieder…

…wird das Ehegattensplitting als Haupthindernis „emanzipatorischer“ Lebensverhältnisse angeführt, dabei geht es in der Argumentation vorwiegend darum, die Erwerbsbeteiligung von Frauen (siehe auch hier) zu erhöhen – also ein sehr bestimmtes und eingeschränktes Emanzipationsverständnis (siehe auch hier). Die Folge ist, weniger Zeit für andere Lebensbereiche zu haben. Statt also diese Fixierung auf Erwerbstätigkeit – auch für Männer – … Emanzipation? Alle Jahre wieder… weiterlesen

„Das Ziel:…“

Das Ziel: noch mehr Erwerbsteilnahme, was bislang schon für eine hohe Abwesenheit der Väter gesorgt hat, nun dasselbe für die Mütter. Und Familienleben? Was wäre die Wirtschaft ohne Familien, die sich um das Wohlergehen ihrer Kinder kümmern. Beides geht nicht zur selben Zeit. https://t.co/v93Qxijdag — Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) March 21, 2023 Siehe zu dieser Frage … “Das Ziel:…“ weiterlesen

Mit etwas Wohlwollen…

#BGEjetzt : „Work-Life- Balance ist keine Lösung. Wäre Arbeit etwas, was mit den Einzelnen wirklich zu tun hat, etwas, was man nicht als Last & Notwendigkeit sieht, wären alberne Begriffe wie Work-Life-Balance nicht nötig. Man braucht die nur, wenn man sich vorm Montag fürchtet.“ https://t.co/644HFO0eAG — Mensch in Germany (@InMensch) November 14, 2022 …lässt sich … Mit etwas Wohlwollen… weiterlesen

„…innere Konflikte…“ statt schönfärberische Formeln…

…das wird im Beitrag von Julia Schaaf über die Bürgermeisterin von Coesfeld in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sehr klar, in dem sich die Bürgermeisterin dazu äußert, wie es ist, kleine Kinder zu haben und berufstätig zu sein: „Andererseits spricht sie offen über ihre inneren Konflikte als Mutter: „Das gibt es jeden Tag, dass ich hin- und hergerissen bin.“ … “…innere Konflikte…“ statt schönfärberische Formeln… weiterlesen

Steigerung der Erwerbsquoten statt Frage danach, ob der Stellenwert von Erwerbstätigkeit angemessen ist…

…das findet sich im Beitrag von Sabine Rennefanz auf Spiegel Online, die zwar zurecht auf eine einseitig geführte Debatte über die Erhöhung der Erwerbsarbeitszeit hinweist, die aber den Blick auf die Mütter dabei vermisst. Dabei gelte es, so ihre Einschätzung, die Frauenerwerbsquote und -erwerbsarbeitszeit zu erhöhen. Die Folgen erhöhter Erwerbstätigkeit sieht sie glasklar: „Denn wenn alle … Steigerung der Erwerbsquoten statt Frage danach, ob der Stellenwert von Erwerbstätigkeit angemessen ist… weiterlesen

So ist es, der Vorrang von Erwerbstätigkeit bliebe bestehen

Das ist die übliche Erwerbszentrierung von allem. Der Zwang zur Lohnarbeit wird nicht thematisiert, sondern nur Verbesserungen innerhalb der Lohnarbeit. Dabei ist es gerade dessen Aufhebung, die der Sorge-Arbeit den Freiraum gibt, den sie braucht. Das macht’s #BGE. (MS) — BGE Eisenach (@bge_esa) May 4, 2022 Siehe unsere Beiträge dazu hier und hier.

„Auch Väter müssen lernen zu verzichten“…

… schreibt Philipp Krohn in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (Bezahlschranke) und thematisiert diese Frage nicht zum ersten Mal, hier handelt es sich um zwei Buchrezensionen. Die pädagogische Anleihe im Titel wäre allerdings nicht nötig gewesen, um die Relevanz der Frage deutlich zu machen, denn um Lernen geht es nicht. Es geht vielmehr um die Frage, welchen … “Auch Väter müssen lernen zu verzichten“… weiterlesen

„Die entrückten Grünen“ – ein durchaus treffender Kommentar, aber ohne Perspektive…

…von Jasper von Altenbockum in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Außerdem ist die Entrückung keine Besonderheit der Grünen, sie trifft auf alle Parteien zu. Auch wird seit Jahren mit vereinten Kräften der Ausbau der Ganztagsbetreuung vorangetrieben, ohne ernsthaft zu erwägen, was das für das Familienleben bedeutet, wenn dafür nur die Randzeiten des Erwerbslebens übrigbleiben. Von Altenbockum … “Die entrückten Grünen“ – ein durchaus treffender Kommentar, aber ohne Perspektive… weiterlesen

Einerseits eine wichtige, aber doch triviale Einsicht, andererseits eine Instrumentalisierung

„Die Familie sei eine der wichtigsten Ressourcen, um gut durch die Pandemie zu kommen.“ https://t.co/8S4128UGdP Mir behagt es nicht, Familie als Ressource zu deklarieren. Aber im Kern richtig & zentral ist der Hinweis auf die Bedeutung von #Care/Sorgearbeit. — SeTh (@EconomicEthics) February 15, 2022 Im hier erwähnten Beitrag ist nicht klar, ob die zitierte Gesundheitswissenschaftlerin … Einerseits eine wichtige, aber doch triviale Einsicht, andererseits eine Instrumentalisierung weiterlesen

Fürsorge gesellschaftlich anerkennen und zugleich auslagern – das vollziehen…

…Sarah Menne und Antje Funcke im Policy Brief der Bertelsmannstiftung (siehe auch hier) über „Aufstocker-Familien in Deutschland: Wenn das Geld trotz Job nicht ausreicht“ und schlagen vor, wie dem begegnet werden könnte. Am Ende des Beitrages werden verschiedene „Reformbausteine“ benannt, dazu gehört u. a. eine Kindergrundsicherung. Die Vorschläge beruhen allergings auf einer offenbar unverrückbaren Prämisse, was in … Fürsorge gesellschaftlich anerkennen und zugleich auslagern – das vollziehen… weiterlesen