…ein Beitrag von Karl Brenke im DIW-Wochenbericht vom 8. Juni. Ein erstaunlicher Beitrag, der in keiner Weise sich die Mühe macht, sich mit der differenzierten Diskussion auseinanderzusetzen.
„Grundeinkommen: Aus der Traum?“ – Subsidiarität und Bedingungsloses Grundeinkommen
…ein Beitrag von Ursula Nothelle-Wildfeuer, Professorin für praktische Theologie an der Universität Freiburg, in der Tagespost.
Dass auch eine Theologin diese Frage stellt:
„Wer würde die einfachen Arbeit noch erledigen wollen, wenn man auch mit weniger oder ganz ohne Arbeit seinen Lebensunterhalt bekäme?“
kann einen doch erstaunen. Dann heißt es:
„Aus der Perspektive des sozialethischen Grundprinzips der Subsidiarität gilt, dass jeder das Recht auf selbstbestimmte Teilhabe und auch die primäre Verpflichtung hat, für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen.“
Das ist zumindest eine Auslegung des Subsidiaritätsprinzips, die sich nicht mit der entsprechenden Enzyklika „Quadragesimo Anno“ deckt. Siehe meinen Beitrag dazu hier.
Sascha Liebermann
Anhörung zum Bedingungslosen Grundeinkommen im Landtag Nordrhein Westfalens
Auf der Website des Landtags wird gemeldet:
„Der Hauptausschuss wird am Donnerstag, 30. Juni 2016, Sachverständige zum Antrag der PIRATEN-Fraktion „Abschied von der Arbeitsgesellschaft: Im Informationszeitalter brauchen wir eine Volksabstimmung über das Bedingungslose Grundeinkommen“ (Drs. 16/11692) hören. Beginn ist um 10.30 Uhr in Raum E3-D01. Die Tagesordnung finden Sie hier.“
Unter anderen wird Ute Fischer wird als Sachverständige angehört.
„Geschenktes Geld? Nein, danke!…
…ein Kommentar von Patrick Große in pflichtlektüre. onlinemagazin für studierende, herausgegeben vom Institut für Journalistik an der TU Dortmund.
Zu dem Kommentar gäbe es Manches zu sagen, aber lesen Sie selbst.
„The Argument for Universal Basic Income in the U.S.“…
…ein Gespräch mit dem ehemaligen Präsidenten der Service Employees International Union, Andy Stern.
„Why Silicon Valley is embracing universal basic income“…
…ein Beitrag in the guardian von Jathan Sadowski.
Bedingungsloses Grundeinkommen und Familie im HR2 Kulturcafé…
…im Gespräch mit der Regisseurin Gabriele von Moers. Hier geht es zum Podcast. Unten der Film, auf den sich das Gespräch bezieht.
„Bedingungslosigkeit?!“
Mittlerweile sind zwei der 40 Interviews, die Jürg Montalta zu diesem Thema gedreht hat, mit Ton unterlegt.
„Bedingungsloses Grundeinkommen – Freiheit oder Abhängigkeit?“…
…ein Beitrag von Håvard Sandvik auf der Website der Friedrich-Naumann-Stiftung, der mit einem unhaltbaren Gegensatz operiert.
„Die Angst vor der Vierzig-Stunden-Pause“…
…ein Beitrag von Adrian Lobe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Lobe schließt damit:
„Der Staat finanzierte den Müßiggang, und die Bürger hätten alle Zeit der Welt, nicht, wie Karl Marx über das Leben in der klassenlosen Gesellschaft schrieb, morgens jagen und nachmittags fischen zu gehen, sondern noch mehr Stunden auf Facebook zu verbringen. Für die Internetkonzerne, die ohnehin kaum Steuern zahlen, wäre das die optimale Lösung. In die Freizeit entlassene Bürger könnten dem Internet mehr Zeit schenken, die wichtigste Ressource der Aufmerksamkeitsökonomie. Das hätte den netten Nebeneffekt, dass Facebook-Nutzer in der Filterblase depolitisiert werden könnten. Zur Automatisierung der politischen Willensbildung wäre es dann auch nicht mehr weit.“
Allzuviel traut Lobe den Bürgern nicht zu und selbst wenn sie wollten, was er fürchtet, es wäre die Freiheit, die ein Bedingungsloses Grundeinkommen ließe, seine Zeit zu verplempern.
Sascha Liebermann
