…und damit über die schmutzigen und unangenehmen Arbeiten, die mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen angeblich nicht mehr geleistet würden. Der Beitrag gibt einen Einblick in das Ethos derer, die dort arbeiten und die Anstrengungen, die damit verbunden sind. Hier geht es zum Beitrag.
Autor: Sascha Liebermann
„Das Märchen vom Fachkräftemangel“ – eine ARD-Reportage
„Warum versagt die Volkswirtschaftslehre“ – eine Diskussion im SWR-Radio
Der reißerischen Titel soll womöglich aufmerksam machen, die Diskussion hingegen beschäftigt sich mit der grundsätzlichen Frage, wie sich Modellbildung und Wirklichkeit zueinander verhalten, eine Frage, die in das Zentrum der Sozialwissenschaften führt, zu denen auch die Wirtschaftswissenschaften gehören. Hier geht es zur Sendung. Sehen Sie zu weiteren methodischen Überlegungen auch den Kommentar zu diesem Beitrag.
Der in diesem Kommentar erfolgte Hinweis auf andere Methoden jenseits statistischer Verfahren ist zutreffend, aber missverständlich. „Fallstudien“ sind in der Regel nur deskriptive Darstellungen einer konkreten Problemkonstellation, eine methodisch kontrollierte Analyse wird damit nicht geleistet. Dazu bedarf es fallrekonstruktiver Verfahren, hier besonders elaboriert ist die Objektive Hermeneutik (siehe auch hier). Im Unterschied zu statistischen Verfahren, die alle standardisiert Vorgehen, sowohl in der Datenerhebung wie auch in der -auswertung (Phänomene werden unter zuvor gebildete Kategorien subsumiert), zielen fallrekonstruktive Verfahren auf die Bestimmung des Allgemeinen im Besonderen und des Besonderen im Allgemeinen. Diese Vorgehensweise erlaubt es erst, real operierende Sinngebilde in ihrer Konkretion zu bestimmen und geregelt Schlussfolgerungen zu ziehen. Statistische Verfahren hingegen stoßen nur auf Korrelationen, sie sind keine Kausalitäten. Reinhard Selten, Nobelpreisträger, hat vor Jahren ebenfalls die Modellfixierung auf den homo oeconomicus kritisiert. Mit ist es selbst schon wiederholt begegnet, dass Wirtschaftswissenschaftler einer Kritik an diesen Annahmen entgegenhalten, sie bräuchten jedoch ein Modell, um rechnen zu können. Was aber soll ein Modell, das der Wirklichkeit nicht entspricht, berechnen können?
Sascha Liebermann
Videos der ersten Konferenz des Netzwerks „Unconditional Basic Income Europe“ (UBIE) sind online verfügbar
„Re-Democratizing the Economy“, Vorträge des BIEN-Kongresses 2014 online
Einige Vorträge des letzten BIEN-Kongresses in Montreal sind nun online verfübar.
Crowdfunding „MEINGRUNDEINKOMMEN“…
…“Was würde passieren, wenn es plötzlich Grundeinkommen gäbe?“ Eine Aktion von Michael Bohmeyer.
Apple-Zulieferer: Foxconn will Arbeiter durch Roboter ersetzen…
…berichtet Spiegel Online. Eine nicht überraschende Entwicklung angesichts des Einsatzes solcher Roboter in Fertigungsstraßen der Automobilindustrie und andernorts.
Umfangreiche Darstellung von Mindesteinkommensmodellen aus dem Jahr 2003
Das Bundesamt für Sozialversicherung (Schweiz) hatte diese Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnis im Jahr 2003 veröffentlicht wurde. Sie ist praktisch, um einen Überblick zu erhalten, allerdings nicht mehr aktuell, da in den letzten zehn Jahren zahllose Veröffentlichungen hinzugekommen sind, wenngleich Grundzüge der Argumentation im wesentlichen gleich geblieben sind.
Crowdfunding für ein Grundeinkommenheft in der Schweiz…
…Bedingungsloses Grundeinkommen – Mut zur Transformation. Eine Initiative von Jasmin Helg und Robin Wehrle.
„Die vernetzte Industrie bringt Hartz 4.0″…
…ein Beitrag über das Grundeinkommen im Handelsblatt von Nico Lumma.
