This time last year, if you’d asked me about basic income, I would have called it a beautiful fantasy.
Now, after 12 months of an uncontrolled pandemic, my opinion is radically altered: basic income is an absolute and irreplaceable necessity for a civilized society.
— Dr Ellie Murray (@EpiEllie) January 2, 2021
Selbstbestimmt oder Objekt der Fürsorge? Das ist die entscheidende Frage
Wieder: „Wir wollen Menschen in Beschäftigung bringen“: Was für ein Satz! Wer ist wir (und mit welchem Recht). Und zu was muss man den „gebracht“ werden? Und was, um Gottes Willen, ist „Beschäftigung“?
— Arfst Wagner (@Arfst_Wagner) January 2, 2021
Why not Universal Basic Income without limitation?
Close schools. National lockdown. Universal Basic Income until the virus is in retreat. Massive subsidies and stakes to keep business afloat. National mobilisation to stop NHS being overwhelmed – sounds radical now. Won’t by mid-Jan.
— Paul Mason (@paulmasonnews) January 1, 2021
Mason hatte schon im vergangenen Sommer in einem Beitrag für den New Statesman in diese Richtung argumentiert:
„As I argued in Postcapitalism: A Guide to Our Future, UBI is not the panacea that its most ardent activists believe it is. It should be conceived not as an anti-crisis measure, nor as a substitute benefit system, but as a one-time and temporary measure to promote the rapid automation of society, and the reduction of necessary work time.“
Sascha Liebermann
„Drei Prozent Nettorendite. Nicht auf Aktien. Sondern in der Gesetzlichen Rentenversicherung“…
…darüber schreibt Stefan Sell auf Aktuelle Sozialpolitik. Siehe auch hier.
Berechtigte Frage: Wie läuft die Europäische Bürgerinitiative Grundeinkommen?
Die Europäische Bürgerinitiative für #Grundeinkommen möchte nicht so recht in Fahrt kommen. Schade.
Quelle: https://t.co/JR0A9ChpeJ#EbiBGE #Impfstoff #Ängste pic.twitter.com/vhFww4VEKF— BGE-News Stuttgart ☔ (@BGEStuttgart) December 26, 2020
Siehe unsere früheren Beiträge hier. Hier Infos über den aktuellen Stand der Sammlung.
„Schulden müssen kommende Generationen nicht belasten“…
…schreiben Moritz Schularick und Jens Südekum in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
„Mensch, Grundeinkommen!“ – eine Wanderausstellung zum Bedingungslosen Grundeinkommen
Kennt ihr schon unsere #BGE-Ausstellungsidee? Hier findet ihr sie illustriert und beschrieben: https://t.co/hBNkJLODXP#Grundeinkommen pic.twitter.com/piAKB3McH6
— Grundeinkommen HH (@bgehh) January 2, 2021
„Exzellenzinitiative“, Drittmitteleinwerbung und die Lage junger Wissenschaftler, …
Arbeitsaufwand und Ertrag stehen bei der Exzellenzintiative in einem unangemessenen Verhältnis. Das kann ich aus eigener leidvoller Erfahrung nur bestätigen. Sogar wenn der Antrag letztendlich erfolgreich ist, lässt sich der emotionale und zeitliche Aufwand kaum rechtfertigen. https://t.co/pgtYpzYyEU
— Detlef Pollack (@DetlefPollack) December 30, 2020
…wieviel Entlastung brächte hier ein Bedingungsloses Grundeinkommen, wenn auf seiner Basis Forschung möglich und der Zugang zu Infrastruktur wie Bibliotheken, elektronischen Zeitschriften und etwaiger „freier“ institutioneller Anbindung gegeben wären, ohne auf das Erwerbseinkommen angewiesen zu sein? Siehe auch „Kunst und Wissenschaft und das bedingungslose Grundeinkommen“.
Allerdings muss hier auch gefragt werden, weshalb sich verbeamtete Professoren auf Lebenszeitstellen in nennenswerter Zahl denn nicht gegen diese Entwicklung gestemmt haben? Wer eine solche Stelle innehat, muss nicht am Drittmittelzirkus teilnehmen – was ja nicht heißt, dass es nicht sinnvoll sein kann, hier und da Drittmittel einzuwerben. Auch wenn gesetzliche Regelungen den Missstand befördern (siehe das Wissenschaftszeitvertragsgesetz), so erklären sie keineswegs die Praxis, befristete Verträge mit kurzen Laufzeiten den in der Qualifizierungsphase befindlichen Kollegen anzubieten, um sie kurz zu halten. Hier müssen sich die Entscheider in den Universitäten als erstes selbst fragen, was sie anders machen könnten. Das galt schon für die sogenannten Bologna-Reformen, die weitgehend durchgewunken wurden in der Hoffnung, dass alles nicht so schlimm komme oder sie zu einer technokratischen Erneuerung führen könne. Hätten die Fakultäten, Fachbereiche und Institute hier nicht mitgewirkt und manche Fussfessel selbst angelegt, wäre es womöglich gar nicht zu den weitreichenden Veränderungen durch die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen gekommen, deren Folgen dann wieder beklagt werden (siehe hierzu:
„Zum Selbstverständnis der Soziologie als Wissenschaft“
Sascha Liebermann
„Hartz IV-Sätze lebensnah berechnen – Diakonie stellt Alternativ-Modell vor“…
…hier geht es zu den Berechnungen der Diakonie. Die Angemessenheit von Beträgen ist das eine, wie ist es aber mit den Bereitstellungsbedingungen, welchem Zweck folgen sie?
Immerhin hatte die Diakonie verschiedene Fachtagungen zum Grundeinkommen veranstaltet, die dafür sprachen, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung angestrebt wird, hier die erste Fachtagung (hier das Programm), hier die zweite (beide Aufzeichnungen dauern etwa fünf Stunden). Eine dritte sollte im vergangenen April stattfinden, dazu konnte ich keine Aufzeichnungen finden.
Sascha Liebermann
Adrienne Goehlers Buch ist auf Englisch erschienen…
…die Übersetzung – „Sustainability needs Deceleration needs Basic Income Livelihood“ – ist hier frei zugänglich wie Basic Income News berichtet.
