„Garantierter Job oder garantiertes Einkommen?“ – bestimmte Annahmen führen zu bestimmten Schlussfolgerungen, ohne die Annahmen zu hinterfragen…

…das zeichnet den Beitrag von Maurice Höfgen auf Jacobin aus. Alleine schon die im Untertitel vorgenommene Gegenüberstellung von „Vollbeschäftigung“ vs. „Konsumchecks“ lässt deutlich werden, dass der Autor eine entscheidende Dimension nicht zu sehen scheint. Selbstverständlich soll ein BGE eine Einkommenssicherheit verschaffen, und da sich Geld nicht essen lässt, zum Erwerb von Waren und Dienstleistungen dienen. Damit aber und wie es das tut, ist das grundlegende Ziel Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und normativ zu egalisieren, was eine Job Guarantee eben genau nicht leisten kann, weil am normativen Vorrang von Erwerbsverhältnissen festhält. Diese Gegenüberstellung hat ihren Grund darin, dass der Autor nicht ergründet, weshalb die Folgen von „Arbeitslosigkeit“ heute so sind, wie sie sind, woher Stigmatisierung rührt usw., wie hier abzulesen ist:

„Damit werden die nichtmonetären, gesellschaftlichen und psychologischen Kosten von Arbeitslosigkeit, die schwerer wiegen als der bloße Einkommensverlust, beim BGE vernachlässigt.“

Hätte er die normative Stellung von Erwerbstätigkeit in ihren Wirkungen betrachtet, hätte er zu anderen Schlussfolgerungen kommen müssen. Die Folge ist, ganz konsistent in diesem Verständnis, dass letztlich Erwerbstätigkeit als solche zu etwas Bedeutsamem wird, womit sie beinahe per se etwas Sinnvolles und Erhaltens- bzw. Schaffenswertes ist. Workfare lässt grüßen, aber natürlich unter guten Bedingungen, wie auch häufig bei den Gewerkschaften anzutreffen, aber bei den Arbeitgebern ebenfalls.

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„Von New Yorkern für New Yorker“ – unkomplizierte Lebensmittelhilfe in schwierigen Zeiten…

 …darüber berichtet Roland Lindner in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Kühlschränke mit kostenlos abgegebenen Lebensmitteln, die aus verschiedenen Quellen stammen, helfen auf unkomplizierte Weise. Noch besser wäre es natürlich, wenn diejenigen, die auf solche Hilfen angewiesen sind, diese Lebensmittel regulär kaufen könnten.

Sascha Liebermann

„DENKZEIT RESONANZEN – Raus aus dem Druck!“ – Veranstaltung des Societätstheaters Dresden u. a. mit Sascha Liebermann…

…hier geht es zur Website des Veranstalters. Die Veranstaltung findet am 21. Oktober in Präsenz statt, wird aber zugleich gestreamt, hier die Links:

Facebook: https://www.facebook.com/societaetstheater/posts/3572745766123579
Youtube: https://youtu.be/33S03SzTPAo

Ein Unterschied ums Ganze – grundsätzlicher Anspruch oder Hilfe in Notlagen? Ute Fischer stellt es klar

Nida-Rümelin kann nicht anders, er hat sich schon wiederholt gegen ein Bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen…

…siehe z. B. meinen schon etwas älteren Kommentar hier.

Sascha Liebermann

„Garantieeinkommen und sozialer Arbeitsmarkt“ – eine Veranstaltung auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie…

…und erstaunlich wenige Teilnehmener, wenn man bedenkt, wie weitreichend das Thema Grundeinkommen ist. In der Soziologie scheint das nicht viele zu interessieren, das ist doch erstaunlich. Hier geht es zum Programm der Veranstaltung.
Sascha Liebermann