@ArminBallhorn71 @E_Boeminghaus Weder die Linke noch die Grünen und schon gar nicht die SPD stehen für ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Leistungsfeindlich ist es auch nicht, es setzt gerade auf die Bereitschaft des Einzelnen, initiativ zu werden, was der gegenwärtige Sozialstaat nicht tut.
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) September 23, 2026
Was ist mit „nicht wollen“ gemeint?
Gute Anmerkung. Davon ab: Was ist mit „nicht wollen“ gemeint? Als hinge es am Wollen und als seien auch hier die Gründe nicht komplexer (Lebensgeschichte usw.). Nicht zu wollen kann auch bedeuten, andere Aufgaben zu übernehmen statt Erwerbsarbeit…
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) September 14, 2026
Siehe auch unsere früheren Beiträge zu „Kostgängern„.
„Grundsicherung statt Bürgergeld?“ – in der Sendung „Sarah Tacke“
Focus Online-Debatte zur Grundsicherung
Kommentar zu Katja Kippings Ausführungen von Axel Wolfsgruber auf focus
Aus Axel Wolfsgrubers Kommentar, den ich nicht auf Angemessenheit zu den Ausführungen Kippings geprüft habe, seien die das BGE betreffenden Äußerungen herausgegriffen. So schreibt er an einer Stelle:
„Die Vorstellung, dass ein Grundeinkommen den Kampf um gerechte Löhne aushöhlt und den klassischen Wohlfahrtsstaat demontiert, kommt der Linken offenbar nicht in den Sinn.“
„Grundsicherung statt Bürgergeld?“ – in der Sendung „Sarah Tacke“ weiterlesen
„Hauptsache Arbeit. Menschengerecht“…
…ist der vierte Teil einer vierteiligen Reihe auf arte. Im vierten Teil wird die Diskussion um etwaige Folgen der Nutzung künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt angesprochen, aber auch Fragen zum Stellenwert von Erwerbsarbeit werden gestellt – das Grundeinkommen kommt ebenfalls vor.
Für diejenigen, die sich mit der Diskussion um ein Bedingungsloses Grundeinkommen eingehender beschäftigt haben, bietet der Beitrag nichts Neues, lediglich führt er vor Augen, wie eng die Debatten geführt werden und wie wenig dem Menschen zugetraut wird dahingehend, sich Aufgaben zu suchen und sich neu auszurichten. Wie sehr die Idolatrie der Erwerbsarbeit den Blick auf Möglichkeiten in ihr und jenseits von ihr verstellt, wird deutlich. Der fünfte Teil, der offenbar nicht vorgesehen ist, müsste sich nun damit beschäftigen, welche Möglichkeiten die Fähigkeit zur Selbstbestimmung des Menschen bietet und wie er seine Aufmerksamkeit auf lange vernachlässigte Aufgaben richten könnte, die jenseits der Erwerbsarbeit liegen oder besser gesagt: diesseits von ihr. Darin müsste es dann um das Bedingungsloses Grundeinkommen gehen, doch der scheint nicht vorgesehen. So bleibt die Dokumentation am entscheidenden Punkt stehen.
Sascha Liebermann
Stilllegungsprämie und Erwerbsgebot
Die Deutung, es sei eine „Stilllegungsprämie“, ist schon bezeichnend, weil sie unterstellt, es gebe nur eine sinnvolle Handlungsoption. „Freizeit“ ist aber nicht identisch mit Inaktivität. https://t.co/uhNGR5vmjo
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) August 18, 2026
Siehe unsere früheren Beiträge zur „Stilllegungsprämie“ hier.
Familiale Sorge muss man sich leisten können
Gute Differenzierung, denn familiale Sorge muss man sich leisten können, das hängt heute von Erwerbseinkommen oder sozialen Sicherungsleistungen ab. Man kann eben nicht für das eine Zeit haben und für das andere auch, ohne wechselseitige Beschränkung. https://t.co/TfiN0yx8Ps
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) August 7, 2026
Siehe auch unsere früheren Beiträge zur „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ hier.
„Die Erzählung vom Sozialabbau entbehrt jeder Grundlage“…
…so ist ein Interview mit Georg Cremer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die Vorschläge zur Reformierung der Systeme sozialer Sicherung übertitelt. Cremer räumt als erstes damit auf, dem Bürgergeld bzw. seiner Abschaffung eine „systemsprengende“ Bedeutung beizumessen – das war es von Anfang an nicht. Ebenso entkräftet er Behauptungen über Abbau bzw. Ausuferung des Sozialstaates in den letzten Jahren und die Kurzsichtigkeit des Hin und Hers an Reformen, die teils erst vor kurzem in Kraft getreten sind.
„Die Erzählung vom Sozialabbau entbehrt jeder Grundlage“… weiterlesen
„Kommission registriert Europäische Bürgerinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen“…
…hier geht es zur Pressemitteilung und zu den weiteren Schritten, die nun folgen müssen.
Nähere Informationen zu den Initianten und der Begründung finden Sie hier.
Es gab schon mindestens zwei Europäische Bürgerinitiativen zum Grundeinkommen, siehe z. B. hier.
Grundsicherung, Grundsicherungsgeld – „nur“ Verschärfung
Es ist aber tatsächlich nur eine Verschärfung gegenüber der Grundsicherung, in der das Existenzminimum auch verfügbar war. Man könnte hier auch noch den stigmatisierenden Charakter solcher Leistungen anführen, der strukturell wirkt. Alternative?
— Sascha Liebermann (@SaschaLieberman) July 7, 2026
Unsere früheren Beiträge zu Stigmatisierung durch Leistungsbezug finden Sie hier.
CDU-Familienpolitik für Alleinerziehende
So sieht @CDU-Familienpolitik wirklich aus:
Durch die geplante Wohngeldkürzung hat die alleinerziehende Erzieherin mit 2 Kindern trotz Steuerreform nicht 471€ mehr, sondern über 1000€ weniger. Bei der Pflegekraft sind es über 1400€ weniger.
Typisch Union: Zu kurz gedacht… pic.twitter.com/E2QX5hEAv4
— Sozi(alarbeiter) Simon (@sozi_simon) July 3, 2026
