The Talk of Today interviewed me about UBI & Private. We talked about the myths that underpin a lot of political philosophy, ideas of freedom, and UBI more generally.https://t.co/j99E4n1HJv
— Karl Widerquist (@KarlWiderquist) August 7, 2021
Autor: Sascha Liebermann
„Die Rente mit 70 ist eine gestrige und ungerechte Idee“…
…schreibt Thomas Straubhaar auf Die Welt und weist darauf hin, dass die Lebenserwartung im Verhältnis zum Einkommen steht, so dass statistisch betrachtet diejenigen mit weniger Einkommen auch einen kürzeren Rentenbezug haben. Insofern laufe eine Erhöhung des Renteneintrittsalters – was schon oft in den letzten Jahren aus demselben Grund kritisiert wurde – auf eine Ungerechtigkeit hinaus, denn untere Einkommensschichten mit geringerer Lebenserwartung müssen den Renteneintritt noch weiter nach hinten verschieben, obwohl sie zugleich statistisch betrachtet früher sterben.
Straubhaar legt dar, dass abgesehen von dieser Ungerechtigkeit auch fragwürdig ist, ob das ökonomisch sinnvoll ist, wenn der Wandel der Arbeitswelt betrachtet wird. Lebensarbeitszeit müsse eher verkürzt, gesundheitsschädigende Erwerbsarbeit automatisiert werden.
Weshalb, diese Frage beantwortet Straubhaar nicht, wird also dennoch an der Bedeutung von Erwerbstätigkeit festgehalten, sie – wie auch Straubhaar erkennen lässt, wenn er von sinkender Wettbewerbsfähigkeit spricht – geradezu in Gegensatz zur Orientierung an Wertschöpfung gebracht?
Meines Erachtens hängt diese Denke mit einem beschränkten Begriff von Autonomie zusammen, der diese als etwas erachtet, das erst durch Erwerbstätigkeit gewonnen werde, durch „der eigenen Hände Arbeit“, wie es oft heißt. Damit wird aus den Augen verloren, dass die Entstehung von Autonomie in Bildungsprozessen fundiert ist, die jeder Erwerbstätigkeit vorausgehen und diese erst ermöglichen. Wer „sozialen Zusammenhalt“ bzw. „soziale Integration“ vor allem wenn nicht gar ausschließlich über Erwerbsarbeit vermittelt sieht, muss in Schaffen und Bewahren von Arbeitsplätzen ein entscheidendes politisches Ziel sehen. Allerdings übersieht diese Haltung, dass die wirklich umfängliche „Integration“ über einen Status geschieht, der gerade unverfügbar ist und ohne Vorbehalt gilt: Staatsbürgerschaft (und das Bekenntnis zu Bürgerrechten). Von ihm ausgehend wäre ein Sozialstaat zu entwerfen, der seine Leistungen weder von Erwerbstätigkeit abhängig macht, noch sie zum vorrangigen Ziel hat. Dann erst werden auch Leistungsformen ernst genommen, die heute unter den Tisch fallen – die sogenannte unbezahlte Arbeit.
Sascha Liebermann
„The European cultural sector, pandemic precarity, and Universal Basic Income“…
…ein Interview mit Philippe Van Parijs auf open democracy.
Podcast-Reihe „Perspektiven eines bedingungslosen Grundeinkommens“…
…beginnt am 12. August mit Gesprächen zum BGE. Hier die Ankündigung:
„Der BGE Podcast startet am 12.08.2021. Wir haben zahlreiche Persönlichkeiten gefunden, die sich mit uns über das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen, über ihre Gedanken dazu, über ihre Bedenken und über Chancen unterhalten haben.
Wir starten am 12. August 2021 mit dem ersten Interview. Ab diesem Zeitpunkt werden wir wöchentlich, bis Ende September, ein neues Interview online stellen. Der Podcast ist auf den gängigen Plattformen verfügbar, oder direkt unter dem folgenden Link:
Arbeit ohne Grundeinkommen = Demokratie ohne Volksabstimmung
Was der Arbeit ohne Grundeinkommen passiert, nämlich dass sie zur Zwangsarbeit werden kann, passiert der Demokratie ohne Volksabstimmung. Sie wird zum beherrscht werden.
Beide Male fehlt Freiheit. pic.twitter.com/7Zq86Iv1Rw— Susanne Wiest (@susannewiest) July 20, 2021
„Fall gewonnen“ – Sanktionsfrei erfolgreich
Fall gewonnen: #HartzIV wurde um 45€ mtl. sanktioniert, weil jmd. für Telefontermin nicht erreichbar war. Die Sanktion lief weitere 2 Monate, obwohl der Termin 1 Woche später stattgefunden hat und laut BVerfG eine Sanktion nicht mehr „grundlos“ weiterlaufen darf. #sanktionsfrei
— Helena Steinhaus (@SteinhausHelena) July 26, 2021
„Universal basic income and guaranteed income programs have been gaining traction across the state“
Universal basic income and guaranteed income programs have been gaining traction across the state.
Such programs have helped participants cover unexpected expenses and look for full-time jobs free of short-term financial pressure, the motion said.https://t.co/or3tVHVJkc pic.twitter.com/YCg12ZPftc
— Los Angeles Times (@latimes) July 28, 2021
„Warum nur Technikutopie und keine Sozialutopie?“
Derzeit scheinen #Rufbus-Systeme nur mit hohen Subventionen möglich. Autonomes Fahren noch Zukunftsmusik https://t.co/KAskRAziDN Warum nur Technikutopie und keine Sozialutopie: #Freiwilligenengagement + #Grundeinkommen + #Digitalisierung?
— Michael Opielka (@MichaelOpielka) August 1, 2021
Skepsis bei Ulrike Guérot gegenüber einem Bedingungslosen Grundeinkommen
Sehr geehrte Frau @ulrikeguerot, dass Sie dem bedingungslosen #Grundeinkommen durchaus skeptisch gegenüberstehen, kann ich in diesem super Gespräch erkennen. Ich sehe es als Freiheitsraum, der nicht mit Ausgrenzung zu tun hat, sondern mit Selbstbestimmung.https://t.co/dcvgZCe4jM
— Susanne Wiest (@susannewiest) August 2, 2021
„Brauchen wir Erwerbsintegration?“ – Berechtigte Frage und: „BGE als Allheilmittel“-Pappkamerad
Brauchen wir Erwerbsintegration. Nach dem Motto, wer keinen Job hat, ist nicht integriert?
Bedingungsloses #Grundeinkommen ist kein Allheilmittel, es beendet aber den Arbeitszwang und die heutigen Grundrechtsverletzungen. https://t.co/ri5qLBfXNh
— Thomas Oberhäuser (@ThoOb) July 25, 2021
…warum solche Titel überhaupt bemüht werden? Wer ist ernsthaft der Ansicht, es könne ein „Allheilmittel“ geben, wer vertritt dies im Zusammenhang mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen? Dass gerade die FDP hier in Gestalt von Pascal Kober einen „Sozialstaat, der sich kümmert“ herbeisehnt, zeigt, wie nah sie am System der Grundsicherung ist. Pascal Kober hat sich schon wiederholt zum BGE geäußert, auch in einer Veranstaltung der Diakonie Deutschland (Videoaufzeichnung ab Stunde 4, Minute 19).
Sascha Liebermann
