Der nächste Termin ist am kommenden Donnerstag, 10 Uhr, mit Friedrich Schneider, Universität Linz, und Sascha Liebermann, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft (Alfter), unter diesem Link.
„Corona-Knick bei den Nebenjobs“ – was ein Bedingungsloses Grundeinkommen…
…leisten könnte, wird an diesem Beitrag in der Frankfurter Rundschau klar. Ein BGE wäre eben ein dauerhaftes Bafög ohne Zweckbindung.
Sascha Liebermann
Sascha Liebermann „Über die Grenzen wissenschaftlicher Expertise“
Sozialliberal, wirtschaftsliberal – Bedingungsloses Grundeinkommen
#BGE wäre beides. Sozialliberal, weil es alle kriegen, ohne der einzelnen Person etwas vorzuschreiben. Wirtschaftsliberal, weil Leistungsorientierung (z. B. Produktivitätssteigerung)
nie mehr zur Folge hat, dass eine Person das existenziell notwendige Einkommen nicht hat. (MS)— BGE Eisenach (@bge_esa) September 14, 2020
Sascha Liebermann über die „Begrenztheit von Feldexperimenten“
„Andauernde Abwesenheit von Selbstverständlichkeit“ und „lebensfeste Sozialhilfe“ – und das Erwerbsgebot?
„Andauernde Abwesenheit von Selbstverständlichkeit“ – eine gute Beschreibung für die Erfahrung des ständigen Mangels an Einkommen, formuliert von der Journalistin Anna Mayr, die ihre Geschichte im Buch „Die Elenden“ beschrieben hat. An einer Stelle sagt sie in der Talkrunde, dass ihre Eltern sie davor beschützt haben, ein Jobcenter „betreten“ zu müssen, wozu sie im Alter von 16 durch das Jobcenter aufgefordert wurde.
David Graeber über »Bullshit-Jobs«…
„Da muss man hart bleiben“ – Inge Hannemann über ihren Austritt aus der Partei Die Linke…
…ein Interview in der taz.
„Hartz-Bezieher brauchen immer höhere Darlehen der Bundesagentur“…
…schreibt Der Spiegel.
Treffende Kritik – wie aber zu einer Lösung gelangen?
Nah dran und doch vorbei:
„#Giffey betonte die Relevanz einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf für eine funktionierende Wirtschaft“ Besser:“Relevanz von Familien für eine funktionierende Wirtschaft“#careiseconomy #equalcare https://t.co/NqqaOs55gM— Dr. Sonja Bastin (@SonjaBastin) September 11, 2020
Und wie könnte Familie der Platz bzw. der Status geschaffen werden, damit sie tatsächlich als eigenständiges Sozialgebilde auch Anerkennung findet? Das geht nicht durch Arbeitszeitmodelle, die das Einkommen doch wieder an Erwerbstätigkeit knüpfen, wenn auch an einen reduzierten Umfang, denn selbst da bliebe der normative Vorrang von Erwerbstätigkeit bestehen. Eltern wiederum zu entlohnen, saugte das Beziehungsgefüge in die Erwerbslogik hinein. Was bleibt? Ich sehe nur einen Weg: ein Bedingungsloses Grundeinkommen in ausreichender Höhe. Dann ließen sich Sorgetätigkeiten, die auf der Besonderheit persönlicher Nahbeziehungen (also diffusen Sozialbeziehungen) beruhen, ebenso einfach übernehmen, wie sie eine Professionalisierung von Sorgetätigkeiten als spezifische Dienstleistung unterstützten.
Siehe auch Beiträge zur „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und „unbezahlter Arbeit“.
Sascha Liebermann
