Weitere Videos vom Bundestreffen des Bündnis Grundeinkommen in Berlin am 7. Januar finden Sie hier.
„Freiheit statt Vollbeschäftigung“ über Twitter folgen/ Follow „Freedom, not Full Employment“ via twitter
Seit April vergangenen Jahres verbreiten wir unsere Blogbeiträge über Twitter mit einem autorisierten Account (Netz bGE). Zuvor schon hatte jemand uns in der Verbreitung unterstützt, indem er unsere Beiträge bei Twitter einstellte, ohne dass wir davon wussten. Unsere Versuche, Kontakt zum Inhaber des Accounts aufzunehmen, waren leider erfolglos. Seit November nun hat dieser Account, Vollbeschäftigung@FreiheitStatt, offenbar seine Aktivitäten eingestellt, so dass unsere Blogbeiträge darüber nicht mehr verbreitet werden.
Wer uns weiter folgen möchten, kann dies über den autorisierten Account tun, auf den anderen haben wir keinen Einfluß.
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Since April 2016 we have spread our blogposts via twitter using an authorised account (Netz bGE). Another account – Vollbeschäftigung@FreiheitStatt – did the same without telling us. This account stopped spreading our posts in November 2016. Those who would like to continue following us, we recommend to do it via Netz bGE.
„Die Freiheit geb ich Dir“…
…ein Beitrag von Guy Standing im IPG-Journal.
Anna-Sophie Brüning auf der BGE:open 17.1 – Grundeinkommen und künstlerische Arbeit
„Eine niederländische Gemeinde geht voran: Grundeinkommen statt Sozialhilfe“…
…ein Kurzbericht im Deutschlandfunk. Interessant sind daran auch die O-Töne, in denen es unter anderem wieder darum geht, dass einige oder gar viele das Grundeinkommen missbrauchen werden, um nichts zu tun oder sich auf die faule Haut zu legen. Setzt man diese Einschätzungen ins Verhältnis zu offiziell verfügbaren Daten über Leistungsmissbrauch im Bereich Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II oder auch zu Ergebnissen über die Verweildauer im Leistungsbezug muss man sich wundern. An der Diskrepanz erkennt man allerdings, wie stark dieses Vorurteil ist. Diesbezüglich besteht die meiste Aufklärungsarbeit, wenn ein BGE einmal Wirklichkeit werden soll.
„Grundeinkommenspartei stellt Kandidaten für Landesliste auf“…
…das Bündnis Grundeinkommen (Aktuelles zur Entwicklung über Twitter) schreitet voran, hier ein Bericht zur Kandidatenaufstellung in Niedersachsen.
„Grundeinkommen stellt Gesellschaft vom Kopf auf die Füße“…
…Interview mit Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette dm, im österreichischen Standard.
„…lieber im geltenden System […] bleiben“…
…so wird der Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger im Beitrag von Alexander Hagelüken, „Der Absturz lässt sich stoppen“, in der Süddeutschen Zeitung, zitiert. Es geht darin vor allem um die Digitalisierung und ihre etwaigen Folgen, das Sinken der Erwerbsarbeitszeit seit dem Jahr 2000, Produktivität usw. Dann führt Hagelüken das Grundeinkommen als etwas an, das „neben den linken Initiatoren“ nun auch von Unternehmesvorständen vertreten werde. Abgesehen, dass dies historisch so nicht eingeordnet werden kann, stimmt es nicht einmal für die jüngere deutsche Diskussion, wenn man an das Engagement von Helmut Pelzer, Götz W. Werner und manch andere denkt, die von Anfang an sich für das BGE eingesetzt haben. Man wundert sich manchmal, wie Journalisten recherchieren oder ob sie überhaupt recherchieren. Dann folgt dieser Absatz:
„Dann beginnen die Fragen: Wie viel? Die 560 Euro, die beim Modellversuch in Finnland an Arbeitslose fließen, werden vielen Menschen zu wenig sein. Für 1200 bis 1400 Euro, die ebenso im Gespräch sind, gilt dies womöglich auch, allemal, wenn davon Kinder satt werden müssen. 1400 Euro entsprechen dem, was in Deutschland mit Mindestlohn zu verdienen ist. Brutto. Wer macht noch solche Jobs, wenn er das Geld auch so kriegt, und ist das Grundeinkommen finanzierbar, wenn es sehr viele in Anspruch nehmen? Ist es überhaupt finanzierbar? Wie stehen die Bezieher der Grundeinkommens da, wenn jene Steuerzahler, die es finanzieren, politisch eine Abschaffung durchsetzen?“
Beim BGE soll es sich ja um ein Individualeinkommen handeln, in einem Haushalt kumuliert es also zu sovielen BGE wie es Personen gibt. Selbst ein BGE in der Höhe von 800 Euro würde hier – je nachdem, was davon bezahlt werden muss – zu einem Haushaltseinkommen bei drei Personen von 2400, bei vier von 3200 Euro führen. Ist das zu wenig, um davon „satt werden“ zu müssen? Eine sonderbare Perspektive. Bedenkt man darüber hinaus, dass über Erwerbstätigkeit weitere Einkommen hinzukommen könnten, wundert man sich um so mehr.
Interessanter als die Nachlässigkeiten Hagelükens ist aber die Bemerkung Bofingers über das „geltende System“. Sicher, man kann es sich einfach machen, und damit die heute mit Leistungsbedingungen versehenen, bereitgestellten Einkommen der verschiedensten Art bezeichnen (Rente, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe usw.). Das ist aber nur ein Teil des „Systems“, denn das andere würde einem BGE ganz entsprechen: die demokratische Verfasstheit mit ihren ausdrücklichen Geltungsbedingungen. Dass alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht, dieses Volk sich durch die Staatsbürger bildet und die Stellung der Staatsbürger, also als Souverän, durch bedingungslose verliehene Rechte geschaffen und abgesichert ist. Diese Seite des Systems, das in gewissem Widerspruch zu unserem heutigen Gefüge sozialer Sicherung steht, ruft geradezu nach einem BGE. Doch das wird viel zu wenig gesehen und entsprechend zu wenig darüber diskutiert.
Sascha Liebermann
„Grundeinkommen-Experiment auch in Deutschland möglich“…
…schreibt Lea Hampel in der Süddeutschen Zeitung und erwähnt auch die kürzlich in den letzten Monaten veröffentlichten Studien der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages. Kommentare zu Feldexperimenten von Sascha Liebermann finden Sie hier.
