Das ganz Interview ist erstaunlich flach:
„Insofern wäre das bedingungslose Grundeinkommen für sozial schlechter gestellte Menschen keine große Verheißung, weil kaum mehr eine Chance bestünde, der eigenen Lebenswirklichkeit zu entfliehen.“
sagt @KuehniKev zu #Grundeinkommen.— Susanne Wiest (@susannewiest) March 15, 2021
Autor: Sascha Liebermann
„Was Ihre Care-Arbeit wert ist (und warum Sie niemand bezahlt)“ – und eine unbeantwortete Frage: wie vom Primat der Erwerbstätigkeit wegkommen?
Lou Zucker schreibt im Spiegel Psychologie über den Stellenwert von „Care-Arbeit“ und will mit aufklärerischer Absicht darauf hinweisen, was wohl diese unbezahlte Leistung für einen Lohn mit sich bringen könnte. Denn schließlich seien wir, wie treffend herausgehoben wird, von ihr abhängig, um überhaupt erst erwerbstätig sein zu können. Die Wirtschaft ist also von ihr abhängig, denn ohne „Sorgearbeit“ keine Kinder, dasselbe – so muss ergänzt werden – gilt für die politische Gemeinschaft, denn auch sie kann nicht fortbestehen, ohne Bürger, die sich ihr verpflichtet fühlen, und die Kinder von heute sind die Bürger der Zukunft. Das erwähnt die Autorin überraschenderweise nicht, wie es überhaupt wenig Erwähnung findet in der Debatte um unbezahlte Arbeit.
Versuche, den Preis der umfangreichen Sorgetätigkeiten zu ermitteln, gibt es einige, die Autorin verweist auf manche, doch diese Versuche haben einen Haken: sie – wenn auch nur simuliert – verwandeln die Sorgetätigkeiten in ein Erwerbsverhältnis. Die gute Absicht, die volkswirtschaftliche Bedeutung sichtbar zu machen, die sonst leicht untergeht, hat genau diesen Preis. Es ist grundsätzlich etwas anderes, ob ich für jemanden sorge, weil ich ihm als Person um seiner selbst willen verbunden bin (siehe auch hier) oder ob ich eine Dienstleistung erbringe, in der das Gegenüber austauschbar ist, weil der Dienst für jeden erbracht wird, der ihn nachfragt. Nur für ersten Fall gilt, was im Familienleben insbesondere mit Kleinkindern aber auch später den Normalfall darstellt: immer verantwortlich zu sein, 24 Stunden am Tag, was dauernde „Rufbereitschaft“ mit sich bringt.
„Warten auf’s Jobwunder“ – ein Feature aus dem Jahr 2006, nicht minder aktuell
#GemeinsamFürGrundeinkommen – @goetzwerner: „Wir können morgen anfangen. Wir können morgen das #Grundeinkommen einführen.“ – Interessantes @SWR2-Manuskript ‚Warten aufs Jobwunder – Wirtschaftsmärchen heute‘ vom 23.11.2006, auch @SaschaLieberman ist dabei. https://t.co/WU2br0cSE5 pic.twitter.com/TkVT58Kd3C
— Mensch in Germany (@InMensch) March 14, 2021
Der Link zum Feature von Joachim Meißner hier noch beim SWR selbst.
In der Tat: ob ein BGE gewollt ist, ist eine „normativ-politische“ Frage…
Die Beiträge von Prof. Dr. Sascha Liebermann, @netzbge, Mitbegründer der Initiative „Freiheit statt Vollbeschäftigung“ sind sehr bereichernd für die Diskussion zum #Grundeinkommen:
Blog: https://t.co/CNJVlIAyJP
Hier ein Video: https://t.co/X3P1ccnBKq
Herzlich, Susanne— Susanne Wiest (@susannewiest) March 10, 2021
…darauf wollte ich in dieser Videostellungnahme hinaus und weder Feldexperimente noch Meinungsumfragen bieten darauf eine Antwort, erstere nicht, weil sie die realen Folgen nicht abbilden können, letztere nicht, weil Meinungen sehr schwankend sind und nicht tatsächliches Handeln wiedergeben. Siehe dazu auch „Pilotprojekt Grundeinkommen“ – Einsichten und Aussichten.
Sascha Liebermann
IG BAU Frauen – BGE „gerade jetzt wichtiger als je zuvor“
„Im Übrigen sind wir der Meinung, dass ein bedingungsloses #Grundeinkommen gerade jetzt wichtiger ist als je zuvor.“ ➡️ https://t.co/ZLBP7jV2hF pic.twitter.com/SnoYPQubGJ
— Mensch in Germany (@InMensch) March 10, 2021
„Datenreport 2021 Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland“ erschienen…
Die SPD, der Mindestlohn und die Rente – CDU allerdings nicht besser
SPD will #Mindestlohn 2022 auf 12 Euro anheben. Damit er gegen Armutsgefährdung wirkt. 12,63 Euro bräuchte es für 1 Rente über Grundsicherung.
CDU & CSU so: Wollen „nicht in diesen politischen Überbietungswettbewerb einsteigen“. #CDUrausausderRegierung https://t.co/Hi6cF1MSaC
— OXI (@oxi_blog) March 9, 2021
Zum Verhältnis von BGE und Mindestlohn, siehe hier und hier.
„Jenseits des Wachstums Auf dem Weg zu einem neuen ökonomischen Ansatz“…
…die Heinrich Böll Stiftung hat eine Übersetzung eines OECD-Papiers erstellt, die hier zugänglich ist. Auch der Vorschlag eines Grundeinkommens wird erwähnt.
Unconditional Basic Income „functions like a vaccine“ says Scott Santens
I did an interview with the Times of India recently about unconditional basic income and it was just published over the weekend. I cover UBI’s history, key findings, why universality is a key feature, and how it functions like a vaccine via prevention.https://t.co/UsDZOlRI27
— Scott Santens ♂️ (@scottsantens) March 8, 2021
„Mittleres Einkommen, 45 Berufsjahre Arbeit, 1100 Euro Rente“…
…darüber berichtet neues deutschland.
