„The Revolution Need Not Be Automated“ – but why aiming at „productivity-enhancing tasks for people“ at all?

Diese Frage stellt sich angesichts eines Beitrags von Daron Acemoglu und Pasqual Restrepo auf Project Syndicate. Am Ende des Beitrags heißt es:

„No wonder adopting new automation technologies has become profitable even when the technologies themselves are not particularly productive. Such failures in the market for innovation and technology seem to be promoting precisely the wrong kind of AI. A single-minded focus on automating more and more tasks is translating into low productivity and wage growth and a declining labor share of value added.This doesn’t have to be the case. By recognizing an obvious market failure and redirecting AI development toward the creation of new productivity-enhancing tasks for people, we can achieve shared prosperity once again. We dare not hazard the alternatives.“

„Tasks for people“ zu schaffen ist kein Selbstzweck, warum fokussieren die Autoren so darauf? Und über welche „tasks“ sprechen sie? Nur über Erwerbstätigkeit. Ein sehr beschränkter Blick, der der Haltung nahekommt, Beschäftigung zu schaffen sei entscheidend.

Sascha Liebermann

Eine Stimme unter anderen oder was hat Joe Kaeser zur Grundrente zu sagen?

Nur weil jemand Vorstand eines großen Konzerns ist, heißt das nicht, dass er etwas Gehaltvolles zu sagen hätte. Neben Michael Opielkas Verweis auf andere Länder könnte hier auch der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer angeführt werden – der gilt ganz ohne Bedürftigkeitsprüfung. Aber da befindet sich Joe Kaeser im selben Boot wie andere, die meinen ein Grundeinkommen sei ungerecht, weil die „Reichen“ es nicht brauchen – den Grundfreibetrag „brauchen“ sie auch nicht, das ist aber gar nicht, worum es dabei geht.

Sascha Liebermann

„Kann das Elektroauto die Welt retten?“ – Ein reißerischer Titel für eine informative Dokumentation…

…die in der ARD gezeigt wurde. Sie steht nun in der Mediathek zur Verfügung. Es geht darin unter anderem um die Folgen der Umstellung auf E-Mobilität, denn Automobile benötigen, um längere Strecken fahren zu können, leistungsstarke Batterien. Dazu benötigt es entsprechende Rohstoffe wie Lithium, deren Abbau Folgen für die Umwelt hat. Die Herstellung von Elektromotoren ist erheblich energieaufwendiger als die von Verbrennungsmotoren. Zugleich werden Möglichkeiten dargelegt, wie der Energieverbrauch reduziert werden kann und Rohstoffe wiederverwertet werden können.

„Hartz IV – Wo liegt der Handlungsbedarf?“…

…ein Beitrag von Ingmar Kumpmann auf Ökonomenstimme. Darin sind folgende Passagen besonders heraushebenswert:

„Erstens muss das erste oben genannte Ziel, also die Garantie eines nicht zu unterschreitenden Existenzminimums betont werden. Die eigenständige Bedeutung des Existenzminimums folgt aus der Verpflichtung des Staates durch das Grundgesetz auf die Menschenwürde und entspricht grundlegenden moralischen und humanen Prinzipien. Sie ist zugleich für die Wohlfahrt der Gesellschaft insgesamt wichtig.“

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Nicht nur die SPD ist krank und arm dran…

…sondern dies sind – wie man Pressemeldungen am Ende des letzten Monats entnehmen konnte – auch 80 Prozent der deutschen Arbeitnehmer: sie spüren die Folgen eines zu stressigen Arbeitsalltages, sowie 17 Prozent der Renter: sie sind heute von Armut bedroht.

Der Stress im Job führt bei den Arbeitnehmern vor allem zu Anspannung (57 Prozent), zu Unruhe (44 Prozent) und Schlafstörungen (40 Prozent) (Hellweger Anzeiger v. 30. Mai 2019); eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirrschaftsforschung (DIW) weist darauf hin, dass es im Jahr 2045 bereits 21 Prozent der Rentner sein könnten, die vom Armutsrisiko betroffen sind.

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