…darüber schreibt Harald Thomé auf Tacheles e.V.
Kategorie: Bundesverfassungsgericht
„Urteilsverkündung in Sachen ‚Sanktionen im SGB II’…
… am Dienstag, 5. November 2019″ laut Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts.
Lange schon erwartet worden, ist dieses Urteil, man kann gespannt auf die Einschätzung sein und die entsprechende Begründung.
Siehe frühere Beiträge von uns dazu hier.
Wo bleibt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Sanktionen…
…fragt Stefan Sell in seinem Blog:
„Das laufende Jahr wurde mit einer großen Anhörung zum Thema Sanktionen beim Bundesverfassungsgericht eröffnet: Am 15. Januar 2019 hat diese in Karlsruhe stattgefunden – mit einem umfangreichen Fragenkatalog des Gerichts (vgl. dazu Verhandlungsgliederung in Sachen „Sanktionen im SGB II“). Und seitdem ist wieder Stille eingekehrt – seit 2016 warten wir nun auf die ausstehende Entscheidung des hohen Gerichts zu dieser im wahrsten Sinne des Wortes existenziellen Frage.“
Es geht um eine weitreichende Entscheidung, weshalb dauert das schon drei Jahre, wo es um Existenzfragen geht?
Sascha Liebermann
Tacheles e.V. fragt beim Bundesverfassungsgericht nach, wie der Stand des Verfahrens zu Sanktionen im Sozialgesetzbuch II ist
Unsere heutige Anfrage an das #BVerfG zum Stand des #Sanktionsverfahrens und unser Hinweis auf die Bedeutung des Urteils #sgbii #HartzIV pic.twitter.com/hebpIjqmgF
— Harald Thomé (@hatho05) August 16, 2019
„Bundesverfassungsgericht lässt sich Zeit“…
…was ist aus dem anhängigen Verfahren geworden, in dem die Verfassungsmässigkeit von Sanktionen überprüft wird? Scharf-links erinnert daran. Siehe auch hier.
„Das Minus zum Minimum: Hartz-IV-Sanktionen vor dem Bundesverfassungsgericht“…
…Maximilian Steinbeis, Gründer von Verfassungsblog, war bei der Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts über Sanktionen im Arbeitslosengeld II und berichtet davon in seinem Beitrag.
„Die Zeitenwende ist eingeläutet“…
…schreibt Alina Leimbach in neues deutschland über die Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht zu Sanktionen im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (Arbeitslosengeld II).
„Hartz IV vor Gericht: Wie hart darf der Sozialstaat sein?“…
…darüber wurde in der Sendung Maischberger diskutiert. Erstaunlich unaufgeregt ging es zu mit Robert Habeck (Bündnis 90/ Die Grünen) und Christian Lindner (FDP). Eingeladen war auch die Journalistin Elisabeth Niejahr (Wirtschaftswoche) sowie Martina Leisten und Kevin Falke, die schon wiederholt bzw. länger auf Arbeitslosengeld II angewiesen waren bzw. sind und ihre Erfahrungen berichteten.
Überbürokratisierung, Schärfe der Sanktionen und manch anderes wurden kritisiert, für eine Veränderung wurde plädiert. Doch vom Geist des Systems abzurücken ist offenbar schwerer, als es scheint, denn bei aller berechtigten Kritik wollten weder Lindner noch Niejahr von Sanktionen grundsätzlich lassen. Robert Habeck hat den Vorschlag einer Garantiesicherung (siehe auch hier) vor einigen Monaten ins Spiel gebracht, eine sanktionsfreie Grundsicherung, die mit „Anreizen“ für Arbeitsaufnahme gekoppelt werden soll. Das ist noch nicht zu Ende gedacht, den Bürgern wird doch nicht so ganz getraut, dass sie bereit sind beizutragen und es keinen Grund gibt, daran zu zweifeln (siehe hier).
„Hartz IV vor Gericht: Wie hart darf der Sozialstaat sein?“… weiterlesen
„Darum geht es im Sanktionsprozess“…
…darüber schrieb Alina Leimbach in neues deutschland, bevor die Verhandlung begonnen hat. Interessant war die voraussichtliche Verhandlungsgliederung des Bundesverfassungsgerichts, weil darin deutlich wird, was Gegenstand der Verhandlungen ist. Das Gericht ist gefordert, Sachverhalte einzuschätzen und dazu den Forschungsstand zur Kenntnis zu nehmen, zugleich aber die grundsätzlichen Verfassungsbestimmungen (also Stellung und Bedeutung der Grundrechte) auszudeuten.
Siehe auch den ausführlichen Beitrag von Florian Diekmann bei Spiegel Online.
„Das Existenzminimum ist nicht verhandelbar!“…
…ein Beitrag von Philip Kovce im Deutschlandfunk anlässlich der Verhandlungen des Bundesverfassungsgerichts über Sanktionen im Sozialgesetzbuch.
